Johannes Manneck

Johannes Manneck ist 19 Jahre alt und besucht die 12. Klasse des Goethe-Gymnasiums in Emmendingen. Er ist Mitglied der im September 2008 aufgetauchten Neonazigruppe „Aktionsgruppe Freiburg“ um Thorsten Ziethen (alias Bruno Kotschefski) aus Müllheim (Baden). Er war bei der Gründung der Aktionsgruppe am 18.10.2008 in Müllheim (Baden). Zu diesem Zeitpunkt ging auch die Seite der „Anti-Antifa Freiburg“ online. Auf dem Gründungstreffen wurde beschlossen, das Hauptaugenmerk auf die Beschattung und Einschüchterung politischer GegnerInnen zu legen; als Hauptziel wurde das Autonome Zentrum KTS in Freiburg auserkoren: „Wir haben uns überlegt ei der KTS, aus Versehen wenn möglich ein bisschen Buttersäure zu
verschütten und vielleicht noch ein bißchen Farbe in den Räumen rumfliegen lassen“ (Zitat aus einem Chat mit Johannes Manneck).

Manneck kommt bei der Vorbereitung der Aktionsgruppe eine tragende Rolle zu. Er hatte schon vorher enge Kontakte zur badischen Naziszene. So lief er bei dem Naziaufmarsch am 06.09.2008 in Dortmund , einem der größten und agressivsten Naziaufmärsche 2008 mit über 1000 Neonazis, zum größten Teil aus dem Spektrum der „Autonomen Nationalisten“, die gesamte Zeit zusammen mit dem „Führungskader“ der „Aktionsgruppe Mittelbaden“, Steven Pourret (siehe Bild: Manneck im roten Kreis, Pourret im grünen). Die AG Mittelbaden ist wiederum fest in die Organisationsstrukturen der NPD Karlsruhe-Land integriert. Die sogenannte „nationale Antikriegsdemo“ zum Antikriegstag, der an den Beginn des 2. Weltkriegs erinnern soll, lief paradoxerweise mit einem Zitat Adolf Hitlers aus dem Jahr 1935 auf dem Fronttransparent.

Johannes Manneck, der gruppenintern den Namen „Kopf“ trägt, zählt sich selbst zu den „Autonomen Nationalisten“. Diese versuchen, durch die Übernahme typisch links-alternativer Symbole und Aktionsformen eine größere Akzeptanz in ihrer Umgebung zu erhalten und ihr nationalsozialistisches Weltbild zu verschleiern. Dazu passt, dass er sich nicht offen als Neonazi äußert, lange Haare trägt, sich vegan ernährt und selbst mit Menschen, die Nazis ablehnen befreundet ist. Häufig trägt er ein sogenanntes Palästinenser-Tuch, welches früher in der linken Szene als Symbol für die Solidarität mit den Palästinensern verstanden wurden, heute von Nazis als offenes Zeichen für ihren Hass auf JüdInnen verwendet wird. So ist er auch in der SchuelerVZ-Gruppe „Nix-wissende Kinder mit Palitüchern machen mich aggressiv!“. Er ist sich seiner Tarnung so sicher ist, dass er selbst Metal-Konzerte im linken Freiburger Zentrum KTS besucht. Dort wurden jüngst Aufkleber des Netzradio Germania – einem selbsternannten „Internetradio für Deutsche“ verklebt. Diese Aufkleber werden mutmaßlich auch von ihm – unter anderem in Emmendingen, z.B an seiner Schule, dem Goethe Gymnasium, verklebt.

Am Volkstrauertag nahm er an der offiziellen Trauerfeier der Stadt Emmendingen teil, die er allerdings vorzeitig verließ, „weil das Heuchelei pur war“ (Zitat J. Manneck). So ging er später nochmal hin, um einige Gräber zu putzen, Kerzen auf diese zu stellen und eine Todesrune aus Kerzen, wie sie auch von den Nazis verwendet wurde, vor der Gedenk-Statue zu formen. Nach eigenen Angaben plant er für den 08. Mai 2009, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, eine eigene Aktion, in deren Rahmen er Transparente von Brücken hängen und Flugblätter mit geschichtsrevisionistischen Inhalten verteilen möchte.

Johannes Manneck wohnt in der Lessingstraße 11 in 79132 Emmendingen. In seiner Freizeit ist er begeisterter Handballer beim HC Emmendingen.

 

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1 Response to Johannes Manneck

  1. no-nazis-fr says:

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